Annemarie Ott, MSc Diätologin Ernährungsberatung Wien & NÖ
  Annemarie Ott, MSc  Diätologin             Ernährungsberatung                                                                                                   Wien & NÖ

 

Reizdarm-Syndrom

Der Begriff Reizdarmsyndrom bezeichnet im weitesten Sinne das Zusammentreffen einer Vielzahl von unterschiedlichen Beschwerden, z.B. Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen.

In der Vergangenheit wurde das Reizdarmsyndrom häufig als Befindlichkeitsstörung angesehen. Diese Einschätzung hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert - zum Glück!

Das Reizdarmsyndrom kann mittlerweile als Volkskrankheit bezeichnet werden.

 

Jeder 5. Österreicher leidet an diesem schmerzhaften und lästigen Krankheitsbild!

 

Sämtliche Bauchbeschwerden müssen in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden. Da verschiedene Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Bauchbeschwerden verursachen, ist eine exakte Diagnose sehr wichtig. Bei einer Milchzucker- oder einer Fruchtzucker-Unverträglichkeit reicht es normalerweise aus, dies betroffenen Kohlenhydrate zu reduzieren.

Bei vielen Betroffenen reicht dies allerdings nicht aus und dann kommt vielleicht die Diagnose "Reizdarm".

Keine Sorge, es handelt sich dabei um keine schwerwiegende Erkrankung, aber um sehr lästige und zum Teil sehr schmerzhafte Beschwerden. 

Was kann die Ernährung leisten?

 

Reizdarm ist zwar keine bösartige Erkrankung, aber eine komplexe. Das bedeutet, dass genauso wie die Beschwerden auch deren Ursachen individuell sind. Meist sind es auch nicht einzelne Lebensmittel, die die Probleme machen, sondern beim Reizdarm muss man das gesamte Essverhalten unter die Lupe nehmen. Und mitunter auch über den Tellerrand hinaus.

 

Es geht nicht nur darum, was Sie essen, sondern auch wie Sie essen. Dabei ist es möglich, einfach durch Kombination verschiedener Lebensmittel, oder durch langsameres, achtsames Essen, durch Veränderung der Konsistenz oder Temperatur der Lebensmittel die Beschwerden zu lindern. Auch wichtig ist es, das Darmmikrobiom zu hegen und zu pflegen. Gutes Futter für unsere gesundheitsförderlichen Darmbakterien sind Gemüse, Obst, gesäuerte Milchprodukte (Joghurt, Buttermilch, Käse,,...)und die leicht verdaulichen löslichen Ballaststoffe (z.B. in Haferflocken, Flohsamenschalen), die sich besonders günstig auswirken.

Ein starkes Darmmikrobium sorgt nicht nur für eine gute Verdauung, sondern hat auch positive Auswirkungen auf das Immunsystem, auf die Gehirnleistung (erhöhte Konzentration), auf die psychische Gesundheit und hilft außerdem beim Abnehmen.

 

FODMAP-Therapie

Manchmal hilft auch eine sog. FODMAP-Diät. Das ist eine wissenschaftlich anerkannte und für 80 % der Patienten hilfreiche Ernährungstherapie bei Reizdarm. 

Die Therapie gliedert sich in 3 Phasen und sollte unbedingt diätologisch begleitet werden.

Unter Fodmap werden verschiedene Gruppen von Lebensmitteln zusammengefasst, deren Inhaltsstoffe Bauchbeschwerden, Durchfälle, verstärkte Blähungen o.ä. verursachen.

 

Das Prinzip: Durch zeitlich befristetes Weglassen dieser Fodmaps erholt sich Ihr Darm. Anschließend werden die Fodmaps gezielt langsam wieder gegessen und Ihre individuelle Toleranzschwelle wird ermittelt. Schließlich wird ein Plan für Ihre Langzeit-Ernährung erstellt, um Beschwerden und Nährstoffmängel zu verhindern und um größtmöglichen Essensgenuss wieder zu erlangen. 

Unser Darm - Zentrum unser Gesundheit

In und auf uns leben mehr Bakterien, als wir Körperzellen besitzen.

Vor allem unser Darm-Mikrobiom hat großen Einfluss auf zahlreiche Körperfunktion und somit auf unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit. Ein gut gehegtes und gepflegtes Darm-Mikrobiom beeinflusst unser Immunsystem, unsere Psyche, unser Herz-Kreislaufsystem und kann Verdauungsbeschwerden und eine Gewichtsreduktion unterstützen.

Auch wenn die Forschung in diesem Bereich noch viel zu tun hat, weiß man, wie man die Diversität (Artenvielfalt) des Darm-Mikrobioms unterstützen und somit die Gesundheit positiv beeinflussesn kann. Da spielt selbstverständlich die Ernährung eine große Rolle - aber das haben Sie sich vermutlich schon gedacht.

 

Stuhltests/Mikrobiomanalysen

Mittlerweile gibt es unzählige Angebote, um das Darm-Mikrobiom untersuchen zu lassen. Das kann hilfreich sein, um einen Überblick über die Artenvielfalt und ein ev. Ungleichgewicht zwischen "günstiger" und "ungünstiger" Bakterien zu erhalten. Bitte achten Sie darauf, dass eine solche Analyse auf einer 16S-Next-Generation-DNA-Sequenzierung basiert. Das ist aktuell die wissenschaftlich fortschrittlichste Methode dafür. Ergebnisse herkömmlicher Analysen (enzymbasiert) sind nicht aussagekräftig.

Hier kann ich Ihnen den Test von myBioma empfehlen:

https://www.mybioma.com/shop/de/analyse-kit?sPartner=Ern%C3%A4hrungsberatung+

 

Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass es aktuell noch nicht möglich ist, den konkreten Bakterienstamm zu identifizieren, der ev. Beschwerden auslöst (z.B. beim Reizdarm-Syndrom), d.h. der genau bei Ihnen hilft, aber es ist möglich ein Ungleichgewicht und die Vielfalt der Bakterien darzustellen und dann gezielt mit der Ernährung die Darmgesundheit und somit die allgemeine Gesundheit zu verbessern.

Sehr gerne berate ich Sie diesbezüglich! :)

Mikrobiom.pdf
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Aufbau des Darmmikrobioms

 

Zur Unterstützung einer gesunden Verdauung können lösliche Ballaststoffe helfen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, die guten Darmbakterien aufzubauen und die ungünstigen zu verdrängen, welche die Beschwerden verursachen. Wirkt auch sehr gut bei Verstopfung.

DUOFIBER - Ballaststoffmischung aus löslichen Ballaststoffen - lässt sich ganz unkompliziert in Joghurt oder Wasser einrühren.

Bei mir oder im Go-optimize-Webshop erhältlich

(Code N6A7).

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass YOGA die Reizdarm-Beschwerden deutlich lindern kann. Durch diese gezielten Übungen kommt es einerseits zu einer allgemeinen Entspannung und andererseits zu einer Aktivierung des Verdauungssystems.

 

Probieren Sie es einfach mal aus:

 

 

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