Reizdarm und Unverträglichkeiten:
Ernährungstherapie in Wien und NÖ
Maßgeschneiderte Diagnostik & Ernährungsstrategien zur Linderung der Beschwerden. Ich unterstütze Sie dabei, Ihre individuelle Verträglichkeit herauszufinden – für einen unbeschwerten Alltag ohne ständige Bauchschmerzen, Blähbauch, Durchfall oder Verstopfung. Die Ernährungstherapie ist in Wien, Pillichsdorf und online möglich.
"Ich weiß nicht mehr, was ich vertrage."
Als Darmspezialistin beobachte ich häufig, dass betroffene Personen in großer Verzweiflung sind. Sie haben oft unzählige Untersuchungen über sich ergehen lassen. Alle Befunde waren in Ordnung. Ihr Arzt hat Ihnen vielleicht mitgeteilt, dass Sie gesund seien und einfach nur die Lebensmittel weglassen müssen, die Sie nicht vertragen. Leider ist dies nicht so einfach und der Leidensdruck ist oft sehr groß. Sie sind hier richtig, wenn Sie unter folgenden Symptomen leiden:
- ✓ Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe nach den Mahlzeiten.
- ✓ Ständiger Blähbauch (Meteorismus), Völlegefühl oder Flatulenzen.
- ✓ Wiederkehrender Durchfall oder hartnäckige Verstopfung.
- ✓ Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktose, Fruktose, Histamin).
Warum starre Verbotslisten oft das Problem verschlimmern
Viele Betroffene lassen immer mehr Lebensmittel weg. Die Folge: Der Speiseplan wird extrem einseitig, Nährstoffmängel drohen, und das Essen wird zur ständigen Stressquelle. Dennoch bleiben die Beschwerden oft bestehen.
Der Ausweg: Die Verträglichkeit von Lebensmitteln hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. Darmmikrobiom, Hormone, Verdauungsleistung, Konsistenz, Sport, Stress u.v.m. Gemeinsam werden wir einerseits herausfinden, welche Lebensmittelinhaltsstoffe in welchen Mengen Sie vertragen und welche zusätzliche Maßnahmen Sie unternehmen können, damit Ihr Leben wieder angenehmer wird.
Strukturierte Ernährungsstrategien
Ich nutze ein modernes Atemtestgerät, das Wasserstoff (H2) und Methan (CH4) misst. Diese Gase entstehen bei der Fermentation im Darm. Der Test erhärtet den Verdacht auf Fehlbesiedlungen oder Unverträglichkeiten, wodurch Ihre Ärztin oder Ihr Arzt schneller die Diagnose stellen und wenn notwendig eine Medikation einleiten kann.
Ihr Nutzen im Überblick:
- ✓ Gezielte Diagnostik: Test auf Dünndarmfehlbesiedlung bzw. -überwucherung (SIBO, IMO), Laktose, Fruktose, Inulin sowie individuelle Lebensmittel.
- ✓ Keine unnötigen Verbote: Wir ermitteln Ihre persönlichen Triggerlebensmittel sowie die Toleranzgrenze. Sie streichen nur, was wirklich Beschwerden macht.
- ✓ Nachhaltige Prophylaxe:Wir entwickeln eine langfristige Ernährungsstrategie, um ein Wiederauftreten der Symptome (Rezidiv) zu verhindern.
Ärztliche Abklärung
Gemeinsam filtern wir heraus, welche Bestandteile (z.B. Laktose, Fruktose, FODMAPs, Histamin oder Fett) Ihre Beschwerden auslösen.
Gezieltes Austesten
Wir identifizieren gezielt Ihre persönlichen Trigger. Oft entscheidet die Kombination, die Zubereitungsart oder das Essverhalten (z.B. achtsames Essen) über die Verträglichkeit.
Darmmikrobiom pflegen
Wir stärken Ihre "guten" Darmbakterien durch die richtige Auswahl und Menge an darmverträglichem Gemüse, gesäuerten Milchprodukten und löslichen Ballaststoffen.
Langfristiger Genuss
Das Ziel ist eine Ernährungsweise, die alle notwendigen Nährstoffe umfasst, sich gut in den Alltag integrieren lässt und Ihnen den Genuss am Essen zurückgibt.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen und abklären
Hinter Bauchschmerzen, Blähbauch oder Durchfällen stecken häufig Nahrungsmittelnverträglichkeiten. Statt pauschaler Verbotslisten, die zu Nährstoffmangel und Frust führen, testen wir auf Unverträglichkeiten und klären Ihre Auslöser systematisch, wissenschaftlich fundiert und alltagstauglich ab.
Laktose & Fruktose-Intoleranz
Die Diagnostik erfolgt über Atemtests. In der Therapie erarbeiten wir Ihre individuelle Toleranzgrenze – denn meist müssen Laktose oder Fruktose nicht lebenslang komplett gemieden werden, sondern werden in kleineren Mengen gut vertragen.
Histamin-Intoleranz
Hier gibt es keinen speziellen Test. Ihr Arzt wird die Diagnose anhand Ihrer Symptome stellen. Es erfolgt ein strukturiertes diätologisches Vorgehen. Gemeinsam finden wir heraus, welche Lebensmittel (z.B. gereifter Käse, Schokolade, Tomaten) tatsächlich und in welcher Höhe Beschwerden verursachen.
Zöliakie & Glutenunverträglichkeit
Vor jeder Gluten-Elimination muss eine Zöliakie sicher vom Arzt ausgeschlossen werden. Liegt eine Zöliakie vor, ist eine strikte, lebenslange glutenfreie Ernährung notwendig. Liegt diese nicht vor, besteht aber der Verdacht auf eine Gluten-Unverträglichkeit, kann auch hier ein Atemtestverfahren sinnvoll sein.
Fehlglauben: IgG-Tests
Vermeiden Sie teure IgG/IgG4-Antikörpertests. Diese können keine Nahrungsmittelunverträglichkeit nachweisen. Sie führen oft zu unnötig strengen Einschränkungen, Mangelernährung und auch Essstörungen.
So läuft die Beratung bei Unverträglichkeiten ab
Ein strukturierter Prozess, um Ihre Unverträglichkeiten und Toleranzgrenzen zu finden und unnötige Verbote zu vermeiden.
Ärztliche Diagnostik
Vorab lassen Sie bitte Ihre Beschwerden ärztlich abklären und bringen die Befunde sowie eine Überweisung zur Diätologie mit.
Diätologische Planung
Wir besprechen Ihr Beschwerdebild und klären, ob ein gezieltes Austesten Sinn macht bzw. besprechen eine ev. Auslassdiät (z.B. bei Histamin).
Testphase
Sie testen mittels Atemtestgerät bequem von zu Hause, auf welche Lebensmittelinhaltsstoffe reagieren bzw. führen die Auslassdiät durch.
Alltagstauglicher Plan
Wir besprechen die Ergebnisse, planen das weitere Vorgehen und finden Ihre ganz persönliche Ernährungsstrategie zur Minimierung der Beschwerden.
Reizdarm-Syndrom & FODMAP-Konzept
Das Reizdarm-Syndrom ist eine sehr häufige, chronische Funktionsstörung des Darms, der auf Reize überreagiert. Die Beschwerden ähneln denen der Unverträglichkeiten. Die genauen Ursachen sind ungeklärt. Damit die Diagnose Reizdarm von Ihrem Arzt gestellt werden kann, sind oft umfassende Untersuchungen notwendig. Auch das Abklären von ev. Unverträglichkeiten gehört dazu. Eine Heilung gibt es nicht, aber Linderung. Die von der Monash University entwickelte Low-FODMAP-Ernährungstherapie (3-Phasen) ist wissenschaftlich anerkannt und reduziert die Symptome bei rund 80 % der Betroffenen.
FODMAPs sind fermentierbare Kohlenhydrate und Zuckeralkohole (u.a. Laktose, Fruktose, Sorbit), die in Getreide, Obst, Gemüse und Milchprodukten vorkommen. Im Dickdarm werden sie durch Bakterien verstoffwechselt, was an und für sich ein normaler Prozess ist und auch für ein gesundes Darmmikrobiom wichtig ist. Bei den Betroffenen führt dies aber zu den bekannten Beschwerden, da der Darm gereizt ist.
- 1. Phase (Restriktion): Strenges, zeitlich begrenztes Weglassen von FODMAP-reichen Lebensmitteln (ca. 2–6 Wochen), um den Darm zu beruhigen und Beschwerden zu reduzieren.
- 2. Phase (Reintegration): Strukturiertes, schrittweises Wiederessen einzelner FODMAP-Gruppen, um Ihre persönliche Toleranzgrenze zu ermitteln. Dies kann einige Wochen oder Monate dauern.
- 3. Phase (Langzeit-Ernährung): Individuelle, dauerhafte Ernährung mit maximaler Vielfalt und Genuss bei minimalen Beschwerden.
Begleitung durch die Phasen
Achtung: Die low-FODMAP-Diät ist keine Dauerdiät! Ein langfristig unnötiger Verzicht schädigt das Darmmikrobiom (die guten Darmbakterien) und kann zu Nährstoffmängeln führen.
Als zertifizierte Reizdarm-Spezialistin (Monash University, Australien) führe ich Sie sicher und strukturiert durch alle drei Phasen des Konzepts. Durch gezielte Atemtests können Sie selbst herausfinden, auf welche Lebensmittel Sie stärker oder auch gar nicht reagieren. Das kann den gesamten Prozess massiv beschleunigen.
Wir betrachten dabei auch darmgesunde Gewohnheiten und Achtsamkeit beim Essen, um Ihre Lebensqualität nachhaltig zu stärken.
So läuft unsere Zusammenarbeit bei Reizdarm ab
Ein strukturierter, aber flexibler Ablauf für Ihren Weg zur Beschwerdefreiheit beim Reizdarmsyndrom.
Ärztliche Diagnostik
Vorab lassen Sie bitte Ihre Beschwerden ärztlich abklären und bringen die Befunde sowie eine Überweisung zur Diätologie mit.
Test-Phase
Wir besprechen Ihr Beschwerdebild, planen das strukturierte Austesten einzelner FODMAP-Gruppen, welches Sie bequem und flexibel zu Hause durchführen..
Eliminations-Phase
Zur Entlastung des Darms meiden Sie vorübergehend die FODMAPs, die bei den Tests zu erhöhten Atemgasen und Beschwerden geführt haben, bis die Symptome abklingen.
Langzeit-Strategie
Wir führen behutsam und kontrolliert die problematischen FODMAPs wieder ein und eruieren deren Toleranzmenge - für langfristige maximale Vielfalt bei minimalen Beschwerden.
Wissenschaftlich belegte Begleittherapien bei Reizdarm
Neben der diätetischen Anpassung gibt es weitere wirksame Methoden, die das sensible Zusammenspiel der Darm-Hirn-Achse nachweislich positiv beeinflussen.
Bauch-Hypnose
Eine gut wirksame Methode, um die Reizdarm-Beschwerden zu lindern, ist die sog. Bauchgerichtete Hypnose.
Durch positive Fokussierung auf Ihre Verdauung in der Hypnose, werden nach einigen Sitzungen bzw. auch Übungseinheiten zu Hause die Beschwerden reduziert werden.
Weitere Infos bzw. auch eine Liste an Ärzten und Therapeuten, die diese Hypnose anbieten, finden Sie auf der Website der ÖGATAP oder der MedUni Wien.
Yoga
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Yoga die Reizdarm-Beschwerden deutlich lindern kann. Durch diese gezielten Übungen kommt es einerseits zu einer allgemeinen Entspannung und andererseits zu einer Aktivierung des Verdauungssystems.
Wichtiger Hinweis
Sämtliche Bauchbeschwerden müssen in jedem Fall vorab medizinisch abgeklärt werden. Zöliakie, chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder andere organische Ursachen verursachen oft reizdarm- und unverträglichkeitsähnliche Beschwerden und erfordern eine exakte Diagnose durch Ihren Arzt.
Die Ernährungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil dieser Krankheiten, kommt aber erst nach dem Arztbesuch.
Weitere diätologische Angebote
Falls Sie ergänzend oder primär andere Ziele verfolgen:
Ernährungstherapie in Wien, Pillichsdorf/NÖ & Online
Die Ernährungstherapie bei Reizdarm, Verdauungsbeschwerden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist in meiner Praxis in Wien (Nähe Hauptbahnhof), in Pillichsdorf und je nach Anliegen online möglich.
Kontakt & Anfahrt zu den StandortenPraxis Wien
Praxis am Hauptbahnhof
Laxenburger Straße 2D/1/4, 1100 Wien
5 Gehminuten vom Hauptbahnhof (U1, S-Bahn). Der Eingang der Praxis befindet sich hinter der BP-Tankstelle, läuten Sie bei Nr. 4 "Psychotherapie".
Praxis Pillichsdorf & Online
Praxis Pillichsdorf (NÖ) Sechshauserstraße 10, 2211 Pillichsdorf
Online-Ernährungsberatung Flexibel via Google Meet von überall in Österreich.
Vor-Ort-Beratung NÖ & OnlineFAQ zu Reizdarm & Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Unterschied Ernährungsberatung vs. Ernährungstherapie?
Unterschied Diätologin vs. Ernährungsberater?
Brauche ich eine ärztliche Überweisung?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Soll ich Befunde zum Erstgespräch mitbringen?
Sind Mikrobiomanalysen (Stuhltests) sinnvoll?
Welche Tests sind bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten sinnvoll – und welche eher nicht?
- Sinnvolle Diagnostik: Medizinische H2-Atemtests (für Laktose & Fruktose), ein Bluttest auf IgA-Antikörper inkl. Dünndarmbiopsie (bei Verdacht auf Zöliakie/Glutenunverträglichkeit) sowie ärztliche Allergietests (auf IgE-Basis) (Prick-Test oder RAST im Blut bei echten Nahrungsmittelallergien).
- Eher nicht sinnvoll (wissenschaftlich nicht haltbar): Teure IgG- oder IgG4-Antikörpertests aus dem Blut (diese zeigen lediglich an, dass Sie ein Lebensmittel häufig gegessen haben, weisen aber keine Unverträglichkeit nach und führen oft zu extremen, unnötigen Verboten). Ebenso besitzen Verfahren wie Bioresonanz, kinesiologische Muskeltests oder Haaranalysen keinen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis für Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Führen Sie Nahrungsmittelunverträglichkeits-Tests durch?
Ist eine Online-Beratung möglich?
Bereit für einen deutlich beschwerdeärmeren Alltag?
Lassen Sie uns in einem klärenden Gespräch herausfinden, wie ich Ihnen helfen kann, Ihre Beschwerden zu reduzieren und Ihre Lebensqualität zu steigern.