Annemarie Ott, MSc Diätologin Ernährungsberatung & Therapie Wien & NÖ
  Annemarie Ott, MSc  Diätologin             Ernährungsberatung & Therapie                   Wien & NÖ

 

 

REIZDARM

Der Begriff Reizdarmsyndrom bezeichnet im weitesten Sinne das Zusammentreffen einer Vielzahl von unterschiedlichen Beschwerden, z.B. Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen.

In der Vergangenheit wurde das Reizdarmsyndrom häufig als Befindlichkeitsstörung angesehen. Diese Einschätzung hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert - zum Glück!

Das Reizdarmsyndrom kann mittlerweile als Volkskrankheit bezeichnet werden.

 

Jeder 5. Österreicher leidet an diesem schmerzhaften und die Lebensqualität beeinträchtigenden Krankheitsbild!

 

Sämtliche Bauchbeschwerden müssen in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden. Da verschiedene Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Zöliakie, chronisch entzündliche Darmerkrankungen reizdarmähnliche Beschwerden verursachen, ist eine exakte Diagnose sehr wichtig. Bei einer Milchzucker- oder einer Fruchtzucker-Unverträglichkeit reicht es normalerweise aus, die betroffenen Kohlenhydrate zu reduzieren.

Beim Reizdarm reicht dies allerdings nicht aus und auch die medikamentösen Versuche bringen meist nicht den gewünschten Erfolg.

Reizdarm ist zwar keine schwerwiegende Erkrankung, aber häufig sehr schmerzhaft und beeinträchtigt den Alltag oft massiv. 

 

 

Diagnose

Der Begriff Reizdarmsyndrom beschreibt eine chronische (zumindest länger als 3 Monate) diffuse funktionelle Darmerkrankung mit einer Störung der Darm-Hirn-Achse, die sich durch wiederkehrende Beschwerden mit Bauchschmerzen, Blähungen und/oder Veränderungen des Stuhlgangs auszeichnet. Da bis jetzt keine gezielten diagnostischen Marker vorhanden sind, wird die Diagnose charakteristischerweise gestellt, wenn keine andere Erkrankung gefunden wurde, aber dennoch so ausgeprägt sind, dass die Beschwerden die Lebensqualität wesentlich beeinträchtigen.

Ursachen

Die Ursachen und Risikofaktoren eines Reizdarmsyndroms können vielfältig sein. Möglicherweise entwickelt sich ein Reizdarmsyndrom bei entsprechender genetischer Veranlagung aus einer vorangegangenen Darminfektion.

Folgende Faktoren können die Ausbildung des Reizdarm-Syndroms begünstigen:

 

  • genetische Veranlagung, familiäre Häufung
  • weibliches Geschlecht (höhere Östrogenspiegel verringern die Darmbeweglichkeit und fördern so Verstopfung und Blähungen)
  • psychische Belastungen und chronische Stresszustände
  • Darminfektionen bzw. Entzündungsprozesse
  • Medikamenteneinnahme (Antibiotika, Magensäureblocker,..)
  • Sensibilität gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln
  • gesteigerte Schmerzwahrnehmung im Bauchbereich
  • Störungen der Darmflora und bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
  • erhöhte Darmdurchlässigkeit
  • veränderte Darmbeweglichkeit
  • gestörter Gallensäurestoffwechsel

 

Aufgrund dieser zahlreichen potentiellen Einflussfaktoren muss man das Krankheitsbild aus ganzheitlicher Sichtweise betrachten. Das heißt, Sie können die Beschwerden nicht nur mit Hilfe von Medikamenten, sondern auch durch Bewegung, adäquates Stressmanagement, sondern auch durch eine Änderung Ihres Essverhaltens günstig beeinflussen.

 

Was kann die Ernährung leisten?

Meist sind es nicht einzelne Lebensmittel, die Probleme machen, sondern beim Reizdarm muss das gesamte Essverhalten unter die Lupe genommen werden. Und mitunter muss auch über den Tellerrand hinaus geblickt werden.

 

Als Reizdarm-Spezialistin habe ich ein strukturiertes Vorgehen entwickelt, um wissenschaftlich wirksame Strategien individuell anzuwenden. Das bedeutet, wir gehen gemeinsam diesen Weg und eruieren, welche Ernährungsweise für Sie passt, um möglichst tatsächlich nur die Lebensmittel wegzulassen, die wirklich Beschwerden machen.

 

Es geht nicht nur darum, was Sie essen, sondern auch wie Sie essen. Dabei ist es möglich, einfach durch Kombination verschiedener Lebensmittel, oder durch langsameres, achtsames Essen, durch Veränderung der Konsistenz oder Temperatur der Lebensmittel die Beschwerden zu lindern.

Auch wichtig ist es, das Darmmikrobiom zu hegen und zu pflegen. Gutes Futter für unsere gesundheitsförderlichen Darmbakterien sind Gemüse, Obst, gesäuerte Milchprodukte (Joghurt, Buttermilch, Käse,,...) - selbstverständlich in darmverträglicher Menge, Kombination und Zubereitung und die leicht verdaulichen löslichen Ballaststoffe (z.B. in Haferflocken, Flohsamenschalen), die sich besonders günstig auswirken.

 

Ein starkes Darmmikrobium sorgt nicht nur für eine gute Verdauung, sondern hat auch positive Auswirkungen auf das Immunsystem, auf die Gehirnleistung (erhöhte Konzentration), auf die psychische Gesundheit und hilft außerdem beim Abnehmen.

 

FODMAP-Ernährung

Die low FODMAP-Diät kann helfen, die auslösenden Nahrungsmittelbestandteile zu finden. Das Fodmap-Konzept ist eine wissenschaftlich anerkannte und für 80 % der Patienten hilfreiche Ernährung bei Reizdarm. 

Die Therapie gliedert sich in 3 Phasen und sollte unbedingt diätologisch begleitet werden.

Unter Fodmap werden schwerer verdauliche Kohlenhydrate in verschiedenen Gruppen von Lebensmittelbestandteilen zusammengefasst, deren Inhaltsstoffe Bauchbeschwerden, Durchfälle, verstärkte Blähungen o.ä. verursachen.

 

Das Prinzip: Durch zeitlich befristetes Weglassen dieser Fodmaps erholt sich Ihr Darm. Anschließend werden die Fodmaps gezielt langsam wieder gegessen und Ihre individuelle Toleranzschwelle wird ermittelt. Schließlich wird ein Plan für Ihre Langzeit-Ernährung erstellt, um Beschwerden und Nährstoffmängel zu verhindern und um größtmöglichen Essensgenuss wieder zu erlangen. 

Darmfreundliche Ernährung.pdf
PDF-Dokument [1.0 MB]

Unser Darm - Zentrum unser Gesundheit

In und auf uns leben mehr Bakterien, als wir Körperzellen besitzen.

Vor allem unser Darm-Mikrobiom hat großen Einfluss auf zahlreiche Körperfunktion und somit auf unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit. Ein gut gehegtes und gepflegtes Darm-Mikrobiom beeinflusst unser Immunsystem, unsere Psyche, unser Herz-Kreislaufsystem und kann Verdauungsbeschwerden und eine Gewichtsreduktion unterstützen.

Auch wenn die Forschung in diesem Bereich noch viel zu tun hat, weiß man, wie man die Diversität (Artenvielfalt) des Darm-Mikrobioms unterstützen und somit die Gesundheit positiv beeinflussesn kann. Da spielt selbstverständlich die Ernährung eine große Rolle - aber das haben Sie sich vermutlich schon gedacht.

 

Stuhltests/Mikrobiomanalysen

Mittlerweile gibt es unzählige Angebote, um das Darm-Mikrobiom untersuchen zu lassen. Das kann hilfreich sein, um einen Überblick über die Artenvielfalt und ein ev. Ungleichgewicht zwischen "günstiger" und "ungünstiger" Bakterien zu erhalten. Bitte achten Sie darauf, dass eine solche Analyse auf einer 16S-Next-Generation-DNA-Sequenzierung basiert. Das ist aktuell die wissenschaftlich fortschrittlichste Methode dafür. Ergebnisse herkömmlicher Analysen (enzymbasiert) sind nicht aussagekräftig.

Hier kann ich Ihnen den Test von myBioma empfehlen:

https://www.mybioma.com/shop/de/analyse-kit?sPartner=Ern%C3%A4hrungsberatung+

 

Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass es aktuell noch nicht möglich ist, den konkreten Bakterienstamm zu identifizieren, der ev. Beschwerden auslöst (z.B. beim Reizdarm-Syndrom), d.h. der genau bei Ihnen hilft, aber es ist möglich ein Ungleichgewicht und die Vielfalt der Bakterien darzustellen und dann gezielt mit der Ernährung die Darmgesundheit und somit die allgemeine Gesundheit zu verbessern.

Sehr gerne berate ich Sie diesbezüglich! :)

Mikrobiom.pdf
PDF-Dokument [624.4 KB]

Aufbau des Darmmikrobioms

 

Zur Unterstützung einer gesunden Verdauung können lösliche Ballaststoffe helfen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, die guten Darmbakterien aufzubauen und die ungünstigen zu verdrängen, welche die Beschwerden verursachen. Wirkt auch sehr gut bei Verstopfung.

DUOFIBER - Ballaststoffmischung aus löslichen Ballaststoffen - lässt sich ganz unkompliziert in Joghurt oder Wasser einrühren.

Bei mir oder im Go-optimize-Webshop erhältlich

(Code N6A7).

Bauch-Hypnose

 

Eine gut wirksame Methode, um die Reizdarm-Beschwerden zu lindern, ist die sog. Bauchgerichtete Hypnose.

 

Durch positive Fokusierung auf Ihre Verdauung in der Hypnose, werden nach einigen Sitzungen bzw. auch Übungseinheiten zu Hause die Beschwerden reduziert werden.

weitere Infos bzw. auch eine Liste an Ärzten und Therapeuten, die diese Hypnose anbieten finden Sie hier!

Yoga

 

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Yoga die Reizdarm-Beschwerden deutlich lindern kann. Durch diese gezielten Übungen kommt es einerseits zu einer allgemeinen Entspannung und andererseits zu einer Aktivierung des Verdauungssystems.

 

Probieren Sie es einfach mal aus:

 

 

Yoga in Wolkersdorf, Pillichsdorf & Wien & Online

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